Geologische Risiken wie zum Beispiel Hangbewegungen oder Felsstürze stellen vor allem im Alpen- und Mittelgebirgsraum eine versteckte Gefahr für Leben, Sachwerte und Infrastruktur dar. Steinschlag, Felsstürze, Rutschungen und Erdfälle sind die natürliche Folge von Verwitterungsvorgängen von Gesteinen.

Der Klimawandel verstärkt diese Folgen: In den Wintermonaten kommt es vermehrt zu sogenanntem Frost-Tau-Wechsel. Dabei dringt Wasser in Felsklüfte ein, gefriert, taut auf und gefriert erneut. Dadurch werden Felsen gelockert, es kommt zu Absprengungen und die Risiken häufen sich.

Das betrifft nicht nur Gebäude und Infrastruktur. Felsstürze und Steinschläge an Straßen können Unfälle verursachen. Es ist wichtig, die Gefahrenbereiche zu kennen, um die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

Im Stadtgebiet Passau waren 2019 drei Maßnahmen erforderlich, um Felshänge zu sichern. Niederbayern TV hat die Arbeiten begleitet:

Am Hang entlang der Staatsstraße 2127 zwischen Rathsmannsdorf und Windorf war im Juni 2020 eine größere Felsberäumung erforderlich. Anfang April hatten sich am Felshang bei Doblmühle (Markt Windorf) Gesteinsbrocken gelöst. Um den Verkehr zu sichern, stellten die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Vilshofen als Sofortmaßnahme Betongleitwände auf. Ein Gutachten ergab, dass eine umfangreiche Felsberäumung erforderlich ist. Im Auftrag des Staatlichen Bauamts Passau übernahm die Firma Felbermayr die Arbeiten.